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Hilft Magnesium bei Durchblutungsstörungen am Herzen?
Magnesium gehört nicht zu den Medikamenten, mit denen Ärzte Durchblutungsstörungen am Herzen – so genannte Angina pectoris Anfälle – behandeln. Studien haben zwar gezeigt, dass Magnesium am Herzen eine unregelmäßige Fortleitung der elektrischen Impulse dämpfen kann und außerdem Krämpfe der Herzkranzgefäße löst: Das sind aber theoretische Ergebnisse. Sie ergeben sich daraus, dass Magnesium am Herzen als Gegenspieler von Kalzium wirkt. Eine Senkung der Sterberate aufgrund der Magnesiumtherapie bei Rhythmusstörungen und Herzinfarkt konnte trotz dieser Erkenntnisse jedoch nicht gesichert werden (letzter Satz zitiert nach dem Lehrbuch „Ernährungsmedizin von Biesalski und anderen im Thieme Verlag).
Sollte man beim Sport Mineralstoffdrinks trinken?
Wer Sport treibt und dabei intensiv schwitzt – zum Beispiel beim Joggen oder Fußballspielen – verliert Flüssigkeit und mit der Flüssigkeit auch Mineralstoffe. Die sollte der Sportler ersetzen. Allerdings: Mit dem Schweiß verliert der Körper vor allem Natrium. Kalzium, Magnesium und Kalium sind auch enthalten, aber in geringeren Mengen. Den Verlust deckt jeder Freizeitsportler problemlos mit der normalen Ernährung. Selbst bei Extrembelastungen erreichen die Werte dieser Mineralstoffe keine kritisch-niedrigen Werte. Natrium ist zudem in Speisesalz enthalten – wir essen davon eher zuviel, was die Entstehung eines Bluthochdruckes fördern kann.
Das Fazit lautet also: Viel trinken, um die Flüssigkeit zu ersetzen. Spezielle Sportler-Drinks sind überflüssig. Mineralwasser oder Apfelsaftschorle sind genauso gut geeignet.
Hilft Magnesium gegen nächtliche Wadenkrämpfe?
Nächtliche Bein- oder Wadenkrämpfe können sehr viele Ursachen haben. Magnesiummangel ist nur eine davon. Andere Ursachen sind zum Beispiel Durchblutungsstörungen in den Beinen, Krampfadern oder auch Probleme an der Wirbelsäule. Einige Patienten berichten noch Jahre nach einem akuten Bandscheibenvorfall von regelmäßigen nächtlichen Krämpfen. Auch eine Verengung des Wirbelsäulenkanals kann verantwortlich für die schmerzhaften Anfälle sein. Ein weiterer Grund für die Krämpfe können Medikamente sein. Außerdem verursachen auch Stress oder psychische Störungen mitunter Bein- und Wadenkrämpfe. Wenn die Krämpfe bei Ihnen so häufig auftreten, dass Sie regelmäßig davon aufwachen und daher tagsüber müde und erschöpft sind, sollten Sie zu Ihrem Hausarzt gehen und das Problem mit ihm besprechen.
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