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Allergien sind weiter auf dem Vormarsch. Ärzte schätzen, dass fast jeder dritte Deutsche auf Pollen, Tierhaare oder eine andere Substanz reagiert.
Asthma und AllergieDr. Leonhard Hansen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein
(Anmerkung für die Redaktion: 3244 Zeichen)
Allergien sind weiter auf dem Vormarsch. Ärzte schätzen, dass fast jeder dritte Deutsche auf Pollen, Hausstaub, Tierhaare oder eine andere Substanz reagiert.
Die Symptome von der juckenden Hautquaddel bis zum allergischen Asthma beruhen auf einer Reihe gemeinsamer Mechanismen. Am Anfang steht eine Fehleinschätzung des Immunsystems, das eine harmlose Substanz wie Blütenpollen für gefährlich hält und einen komplexen Abwehrmechanismus in Gang setzt. Zu Beginn merkt der Betroffene von dieser „Sensibilisierung" nichts. Das Abwehrsystem ist aber in der Lage, sich die Substanz zu merken. Kommt es damit erneut in Kontakt, leitet das Immunsystem eine Abwehrreaktion ein.
Viele Betroffene wissen nicht, dass hinter ihrer ständig laufenden Nase oder den roten Augen eine Allergie steckt. Es ist wichtig, diese abzuklären – sonst droht auf längere Sicht die Gefahr, ein gefährliches allergisches Asthma zu entwickeln. Bei folgenden Hinweisen sollten Sie deshalb Ihren Hausarzt aufsuchen:
Allergie gegen Katzenhaare – muss man das Haustier abschaffen?
Tierhaar-Allergien können zu starken Symptomen wie Niesen, Augenjucken oder Atemnot bis hin zu einem allergischen Asthma führen. Familien, in denen Allergien vorkommen, sollten sich kein Haustier anschaffen. Problematisch wird es natürlich dann, wenn das Tier bereits in der Familie lebt. In Absprache mit dem Arzt sollten die Betreffenden versuchen, ob die Allergie sich eindämmen lässt, in dem das Haustier zum Beispiel das Schlafzimmer nicht mehr betreten darf. Manchmal ist es auch möglich ist, das Tier in den Keller oder Garten umzusiedeln. Wenn die Symptome sich trotz antiallergischer Therapie jedoch verschlimmern, sollten die Patienten das Haustier abgeben.Kann eine Erkältung Asthmaanfälle auslösen?
Dies ist durchaus möglich: Eine Virusinfektion der Atemwege, zum Beispiel eine Erkältung oder eine Grippe, ist sogar der häufigste Auslöser für einen Asthmaanfall. Außerdem reagieren Asthmatiker häufig allergisch auf bestimmte Stoffe. Kommt der Betroffene mit diesen Substanzen, auch Allergene genannt, in Kontakt, kann er einen Asthma-Anfall erleiden. Besonders häufige Allergene sind die Haare von Katzen oder Hunden, Pollen, der Kot von Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel wie Äpfel oder Nüsse.
Tipps für Pollenallergiker, wenn die Heuschnupfensaison beginnt
Die wichtigste Maßnahme ist, den Allergie auslösenden Stoff zu meiden – dazu muss man ihn jedoch kennen. Deswegen ist ein so genannter Allergietest unabdingbar. Vorrangig sollte man sich an den Hausarzt wenden. Dieser kann den Test selber vornehmen oder an einen Allergologen überweisen. In so genannten Pollenflugkalendern kann man erfahren, wann die bedrohlichen Pollen in der Luft sind. Es gilt dann:
Manchmal kann eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Auch darauf sollte man den Hausarzt oder Allergologen ansprechen.
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